Maurers in Peru

Im Dschungel

Wir haben uns vor der Ausreise nach Peru vorgenommen, den Dschungel zu besuchen.

So kam es, dass wir nach Pucallpa in den Dschungel flogen. Das heisst wir fuhren in 3 Stunden nach Cusco, von da mit dem Flugzeug 1.5 Std. nach Lima und nach dem Umsteigen 1.5 Std. nach Pucallpa.

Mit dem Auto dauert die Fahrt von Curahuasi bis Pucallpa 30 Stunden!

Angekommen in Pucallpa wurden wir von Freunden am Flughafen abgeholt, welche wir von der gemeinsamen Missionsgesellschaft SIM kennen. Sie haben für uns ein Auto organisiert und so konnten wir gleich noch Lebensmittel einkaufen.

Wohnen konnten wir auf der Base von «PETRA». Diese wurde vor 20 Jahren von einem amerikanischen Ehepaar aufgebaut und umfasst mehrere Häuser und Wohnungen, welche als Auszeit für Missionare aus dem Dschungel gedacht sind.

Das beste am ganzen war, dass sie einen grossen und tiefen Pool selbst gebaut haben, den wir täglich bis zu 3mal nutzten. Denn die Temperatur und Luftfeuchtigkeit waren hoch und in der Nacht kühlte es kaum ab.

Vor 6 Jahren hat der Besitzer bei einem Waldbrand ein junges Faultier gefunden. Dies haben sie erfolgreich aufgezogen und es wohnt nun bei ihnen im Haus. Es heisst „Sid“ wie das Faultier aus dem Film IceAge. Wir durften es besuchen und auf den Arm nehmen. Was für ein ulkiges Tier, das sich in Zeitlupe bewegt!

Auf dem See Yarinacocha konnten wir eine private Bootstour machen. Wir sahen freilebende Leguane, ein Faultier und viele verschiedene Vogelarten. Wir konnten eine Boa auf die Schulter nehmen, wie auch zahme Affen und ein Baby-Faultier. Mava hat nun ein neues Lieblingstier!

Neben der Auszeit haben wir verschiedene Projekte besucht wie z.B. Daniel Müller aus Deutschland.

Er war zuvor bei Diospi Suyana und hat das Orthopädie Zentrum aufgebaut.

Wir erhielten eine persönliche Führung durch das neu gebaute Orthopädiezentrum in Zusammenarbeit mit «SCALPEL AT THE CROSS.»

Das war für uns sehr eindrücklich, denn das Zentrum ist gross, modern und auf dem neusten Stand. Es werden Prothesen bei Amputationen angepasst, Klumpfüsse bei Kindern gegipst und Physiotherapie angeboten.

Wir haben die «MISION SUIZA» besucht, wo Jonathan und Evelyn Portugal mit ihren 4 Kindern wohnen. Wir kennen sie von den jährlichen SIM-Treffen in Lima. Jonathan unterrichtet an der Bibelschule für Indigene aus dem Dschungel und wir konnten für eine Lektion dabei sein. Unsere Kinder haben die Primarschule besucht und waren begeistert, da der Unterricht auf Deutsch stattfindet und fast alle Kinder Schweizerdeutsch sprechen.

Am Mittwoch waren wir beim 2-wöchigen SIM Team-Meeting dabei und konnten sogleich die Familie Gomez, welche im Zentrum von Pucallpa lebt besuchen. Auch sie kennen wir von den SIM-Treffen in Lima.

Nach einer Führung bei «SAM-Air» konnten wir einen Flug über den Dschungel vereinbaren. Der Flug dauerte 30 Minuten und auf unseren Wunsch mit dem Wasserflugzeug! Das war für uns das erste Mal und ich bevorzuge die sanfte Landung auf dem Wasser! Bis kurz vor dem Flug war aber nicht klar, ob sie ihn überhaupt ausführen können, da es den ganzen Vormittag stark geregnet hat und alles grau war. Doch nach dem Mittag hat es dann aufgeklart und die Sonne zeigte sich sogar.

Am Sonntag fuhren wir zum See Cashivococha und Ilay konnte mit anderen Missionarskindern Piranhas fischen. Ilay war erfolgreich und zum Nachtessen gab es einen handgrossen Piranha. Es war zwar nicht viel Fleisch dran, geschmeckt hat es aber allemal!

Mava war einige Stunden mit Freundinnen in diesem Wasser am Baden!

Laut Nachfrage wurden schon einige Kinder von Piranhas gebissen. Die rasiermesserscharfen Zähne beissen ganze Hautstücke heraus, so dass es ordentlich blutet. Aber es kommt ja nur selten vor!

Nach diesen eindrücklichen Erlebnissen durften wir die letzte Nacht bevor es wieder nach Curahuasi ging bei Brendan und Erin Connally und ihren 3 Kindern von der SIM in Cusco übernachten.

Dankbar für diese Auszeit mit allen Begegnungen, die wir machen durften, sei es mit Mensch oder Tier gehen wir wieder neu motiviert und gestärkt an unsere Aufgaben heran!

Orthopädie Zentrum, in Zusammenarbeit mit scalpelatthecross https://scalpelatthecross.org/

Video, Orthopädie Zentrum https://scalpelatthecross.org/miracle-campus/

PETRA https://www.vvbrock.com/

MISION SUIZA  https://www.indicamino.org/wo-wir-wirken/peru-pucallpa/

SAM-AIR  https://southamericamission.org/donate/ministries/samair-peru/

Ilay mit einer Boa.

Rahel Maurer

Ich bin Ehefrau & Mami, MPA (Medizinische Praxis Assistentin), habe das Wirtepatent, bin Barista, mein Traum ist es wieder ein eigenes Kaffe zu betreiben, ich lese & nähe gerne, bin spontan, optimistisch und liebe es Gastgeberin zu sein.
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  1. Liebe Rahel und Gabriel
    Ich habe euch am SIM Fest bei eurer Aussendung in Biel kennen gelernt. Seither lese ich sehr gerne eure Blogg Beiträge und bete regelmässig für euch. Ich spüre, dass euch eure Arbeit in Curahuasi begeistert und ihr euch sehr gut einbringen könnt. Schön, dass ihr beschlossen habt, euren Dienst zu verlängern! Liegt nicht eine noch grössere Verlängerung drin?
    Speziell gefallen hat mir euer Erzählen über die Reise nach Pucallpa. Meine Frau hat dort 5 Jahre bei Indicamino gearbeitet, ich 3 Jahre in Riberalta, Bolivien. Vor ein paar Jahren sind wir mit unseren 3 Kindern durch Peru gereist und waren auch eine Woche in Cashibo. Wir haben sehr viel Ähnliches wie ihr erlebt: Faultier, Affen, Schlangen, Papageien, Piranhas, Cashibo- und Yarinacocha, Bootsfahrten, Mototaxifahrt, Rundflug mit Wasserflugzeug etc. Wunderschöne Erinnerungen! Unsere Kinder erhielten einen guten Einblick in die Missionsarbeit.
    Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft, beste Gesundheit, Bewahrung und Gottes reichen Segen!
    Herzliche Grüsse von Johannes

  2. Lieber Johannes
    Vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut uns sehr von dir zu hören. Ja, es geht uns gut. Die Verlängerung könnte auch nochmals Verlängert werden. Mit der Aussicht bis Ende 28 ist für alle vier von uns gut. Mal sehen, was sich noch ergibt.
    Wir hatten soeben Besuch von Rene Furrer aus der Schweiz. Er hat 10 Jahre in Cusco gelebt und die Kirche Maranata gegründet. Vielleicht kennst du ihn?
    Ganz liebe Grüsse und vielleicht treffen wir uns am SIM Fest nächstes Jahr?
    Rahel und Gabriel